Die Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy beschreibt in ihrem aktuellen Buch "Afrikas Kampf um seine Kunst" die Debatte um die Rückführung afrikanischer Kunstobjekte, die während und nach der Kolonialzeit aus Afrika geraubt und nach Europa bzw. Deutschland gebracht wurden.

Alle wesentlichen Argumente zwischen den Befürwortern und den Gegnern von Rückgaben wurden schon in den 1960er, 70er und 80er Jahren ausgetauscht. Heute aber kehre die verdrängte und vergessene Diskussion zurück, die eine "gigantische kulturelle Schuld hinterlassen" habe. Nötig sei eine "ebenso zügige wie besonnene Restitution", um "im Sinne eines postrassistischen Zusammenlebens" das Verhältnis zu den afrikanischen Ländern neu zu definieren.

Bénédicte Savoy lehrt Kunstgeschichte an der TU Berlin und verfasste bereits 2018 zusammen mit dem senegalesischen Wissenschaftler Felwine Sarr ein Gutachten über die Restitution afrikanischer Kunstwerke für den französischen Präsidenten Emmanuel Macron.

Gastgeber: Jochen Rack

Musiktitel dieser Sendung:
- Felwine Sarr: Naissan
- Die Zimmermänner: Kaufhuber geht nicht mehr aus
- Edith Piaf: La foule

Weitere Informationen

Buchhinweis:

Bénédicte Savoy: "Afrikas Kampf um seine Kunst. Geschichte einer postkolonialen Niederlage", C.H.Beck 2021, Preis: 24,- Euro

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Hier finden Sie den "Doppelkopf" als Podcast.

Sendung: hr2-kultur, "Doppelkopf", 21.04.2021, 12:05 Uhr.

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