Worte sind sein Metier. Benedikt Dyrlich gilt als einer der wichtigsten sorbischen Lyriker der Gegenwart. Er stammt aus der Lausitz, wo die Sorben seit Jahrhunderten leben. Eine nationale Minderheit, die in der DDR ihre eigene Kultur und Sprache - trotz Reglementierung - weiter tragen konnte.

Aufgewachsen in der DDR, prägte ihn vor allem die sorbische Sprache und sein katholisches Umfeld. Sein Weg vom Theologiestudium hin zum Theaterdramaturgen, Lyriker und Publizisten in der DDR ist bemerkenswert. Denn dieser Weg verläuft in dem engen System der DDR alles andere als reibungslos. Festgehalten hat Dyrlich diese sehr persönlichen Eindrücke und Erlebnisse in zahlreichen Briefen, Tagebüchern sowie einzelnen Dokumenten seiner Stasi-Akte, die er als Autobiografie veröffentlicht. Nach der Wende wechselt der Autor in die Politik, wird Mitglied im Sächsischen Landtag und schreibt dort mit an der Sächsischen Verfassung. Wie der Lyriker diese Zeiten erlebte, was ihn all die Jahre an seiner Heimat gehalten hat und warum eigentlich jeder Sorbe werden kann, das verrät Benedikt Dyrlich im „hr2-Doppelkopf“.

Gastgeberin: Susanne Pütz

Hier finden Sie den "Doppelkopf" als Podcast.

Wiederholung eines Gesprächs vom November 2019.

Sendung: hr2-kultur, "Doppelkopf", 24.05.2021, 12:04 Uhr.

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