Worte sind sein Metier. Benedikt Dyrlich gilt als einer der wichtigsten sorbischen Lyriker der Gegenwart. Er stammt aus der Lausitz, wo die Sorben seit Jahrhunderten leben. Eine nationale Minderheit, die in der DDR ihre eigene Kultur und Sprache - trotz Reglementierung - weiter tragen konnte.

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Zum Artikel "Die Sorben sind ein Volk mit einer Hochkultursprache" | Benedikt Dyrlich spricht über seinen Weg

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Aufgewachsen in der DDR, prägte ihn vor allem die sorbische Sprache und sein katholisches Umfeld. Sein Weg vom Theologiestudium hin zum Theaterdramaturgen, Lyriker und Publizisten in der DDR ist bemerkenswert. Denn dieser Weg verläuft in dem engen System der DDR alles andere als reibungslos. Festgehalten hat Dyrlich diese sehr persönlichen Eindrücke und Erlebnisse in zahlreichen Briefen, Tagebüchern sowie einzelnen Dokumenten seiner Stasi-Akte, die er als Autobiografie veröffentlicht. Nach der Wende wechselt der Autor in die Politik, wird Mitglied im Sächsischen Landtag und schreibt dort mit an der Sächsischen Verfassung. Wie der Lyriker diese Zeiten erlebte, was ihn all die Jahre an seiner Heimat gehalten hat und warum eigentlich jeder Sorbe werden kann, das verrät Benedikt Dyrlich im „hr2-Doppelkopf“.

Gastgeberin: Susanne Pütz

Musiktitel dieser Sendung:
- Sprjewjan: Wjerc mje pola herca
- Czeslaw Niemen und seine Gruppe: Jednego serca
- W. A. Mozart: "Allegro Vivace" aus der Jupitersinfonie KV554 / Dresdner Kapellsolisten, Ltg.: Helmut Branny
- Wieland Müller & Ines Buchholz: Wětřik duje přez šćernišćo

Weitere Informationen

Buchhinweise:

Benedikt Dyrlich:
"Leben im Zwiespalt 1. Aus Tagebüchern, Briefen und Beiträgen 1964–1989", Domowina-Verlag 2018, Preis: 19,90 Euro
"Leben im Zwiespalt 2. Aus Tagebüchern, Briefen und Beiträgen 1990–2018", Domowina-Verlag 2019, Preis: 19,90 Euro

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Wiederholung eines Gesprächs vom November 2019.

Sendung: hr2-kultur, "Doppelkopf", 24.05.2021, 12:04 Uhr.

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