Denkmäler werden gestürzt und Straßen umbenannt. Lauthals wird Geschichtsvergessenheit beklagt. Geschichte, scheint es, hat gerade wieder Konjunktur. Dabei steht das Mittelalter, jene von der Neuzeit oft als grau und langweilig verrufenen tausend Jahre bis 1500, etwas im Abseits. Dennoch ist es, wie Historiker Bernd Schneidmüller weiß, eine faszinierende Epoche, vielfältig, reich und andersartig.

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Landesausstellung Rheinland-Pfalz

"Die Kaiser und die Säulen ihrer Macht"
Landesmuseum Mainz
bis zum 18. April 2021

www.kaiser2020.de

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Zum Artikel "Das Mittelalter wusste, dass die Welt eins war" | Historiker Bernd Schneidmüller über eine faszinierende Epoche

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Schneidmüller, geborener Hesse, ist Seniorprofessor für mittelalterliche Geschichte an der Universität Heidelberg. Neben der akademischen Forschung und Lehre begeistert er sich fürs Ausstellungsmachen - eine besondere Kunst, breiten Kreisen Geschichte anschaulich nahezubringen. In diesen Tagen öffnet die von ihm konzipierte große rheinland-pfälzische Landesausstellung „Die Kaiser und die Säulen ihrer Macht – Von Karl dem Großen bis Friedrich Barbarossa“ ihre Tore.

Zentrum ihrer Herrschaft waren die Gebiete an Rhein und Main. Hier dokumentierte sich ihre Macht ebenso wie eine beachtliche mittelalterliche Festkultur. Gewiss, meint Schneidmüller, kann man neben den Leistungen auch die Kehrseiten großer, prägender historischer Gestalten aufzeigen. Dass man vor tausend Jahren anders dachte, wertete und handelte, öffnet eine Option auch fürs Nachdenken über die Zukunft: nichts bleibt so, wie es mal war oder gerade ist. Festzumachen an Dokumenten und Überresten aus einer fremden Zeit, die gleichwohl die politische Landschaft bis heute prägt.

Gastgeber: Andreas Bomba

Sendung: hr2-kultur, "Doppelkopf", 17.09.2020, 12:05 Uhr.

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