Sie ist Moderatorin, Coach, Rednerin, und – sie ist blind. Vor etwa 30 Jahren erfuhr Dörte Maack, dass sie nach und nach erblinden würde. Bei ihr wurde die bislang unheilbare Krankheit Renititis pigmentosa diagnostiziert. Ein Tiefschlag für die damals 25-Jährige, die als Straßenkünstlerin und Zirkusartistin unterwegs war. Sie liebte es auf der Bühne zu stehen und wollte die Welt umreisen.

Es war ein schleichender Prozess, und viele Jahre lang hatte Dörte Maack versucht, die Erblindung geheim zu halten. Am Tiefpunkt angekommen, hat sie sich ins Leben zurück gekämpft. "Wie man aus Trümmern ein Schloss baut" – so heißt das Buch, das Dörte Maack über ihr Leben geschrieben hat.

Sehr berührend und mit viel Humor und Optimismus erzählt sie aus ihrem Leben, wie sie es z.B. geschafft hat, bereits fast blind den Hürdenlauf ihrer Sportabschlussprüfung an der Uni mit vielen Tricks und optimaler Vorbereitung mit Bravour zu meistern oder auch, warum es ihr so viel Freude macht, auch heute noch auf der Bühne zu stehen.

"Als blinde Rednerin und Moderatorin öffne ich meinen Zuhörern die Augen", verspricht Dörte Maack. "Das Auditorium soll viele inspirierende Wow-Momente erleben". Und was sie sich für die Zukunft wünscht? Auch im Ausland zu moderieren. Weltreisende – das war schon nach dem Abitur einer ihrer Berufswünsche.

Gastgeberin: Christiane Hillebrand

Musiktitel dieser Sendung:
- Manu Chao: Clandestino
- Leonard Cohen: Take this Waltz
- Dota Kehr: Für die Sterne
- Ed Sheeran: Galway Girl

Weitere Informationen

Buchhinweis:

Dörte Maack: "Wie man aus Trümmern ein Schloss baut. Die Geschichte meiner Erblindung und wie ich wieder Lebensfreude fand", Patmos Verlag 2020, Preis: 20,- Euro

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Hier finden Sie den "Doppelkopf" als Podcast.

Wiederholung eines Gesprächs vom April dieses Jahres.

Sendung: hr2-kultur, "Doppelkopf", 06.01.2022, 12:05 Uhr.