Willy-Brandt-Vertrauter, Architekt der Ostverträge und graue Eminenz der Sozialdemokratie im Nachkriegsdeutschland. Egon Bahr wurde mit vielen Etiketten versehen. Am 18. März wäre der Politiker und Journalist 100 Jahre alt geworden. Zwei Jahre vor seinem Tod im August 2015 war der SPD-Politiker zu Gast im "hr2-Doppelkopf". Das Gespräch aus dem Jahr 2013 über die Entspannungspolitik von Willy Brandt und die politisch schwierigen Jahre im Kalten Krieg ist angesichts der Lage in der Ukraine überraschend aktuell.

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"Wir mussten mit denen verhandeln, die etwas bewegen konnten." | Egon Bahr über politische Geschichte der BRD

Egon Bahr, 2014
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Berühmt wurde Egon Bahr 1963 durch seine Formulierung "Wandel durch Annäherung", mit der später die neue Ostpolitik der SPD eingeläutet wurde. Im "hr2-Doppelkopf" spricht er über Jugend- und Soldatenzeit im Nationalsozialismus, seine Anfänge als Journalist und Pressesprecher, seine Freundschaft zu dem Ausnahmepolitiker und Friedensnobelpreisträger Willy Brandt, seine Begegnung mit Marlene Dietrich, die brenzlige Situation beim Fall der Mauer und warum die Entspannungspolitik von Willy Brandt langfristig zum Fall der Mauer führte.
Hörer und Hörerinnen von hr2-kultur erfahren in diesem Doppelkopf Hintergründe der politischen Geschichte der Bundesrepublik aus erster Hand.

Gastgeber: Ruthard Stäblein

Musikinhalt dieser Sendung:
Marlene Dietrich: Sag mir wo die Blumen sind
Louis Armstrong: What A Wonderful World
New York Philharmonic Orchestra, Ltg.: Leonard Bernstein: Sinfonie Nr. 5 e-Moll, op. 64 (Peter Tschaikovski)

Wiederholung eines Gesprächs von 2013.

Sendung: hr2-kultur, "Doppelkopf", 18.03.2022, 12:05 Uhr.