Eine Mischung aus Tankstelle und Bienenstock - dieses Bild verbindet Professor Frank Dievernich mit der "Hochschule der Zukunft". Sie ist für ihn ein Ort, den Studierende selbstbestimmt zum „Wissen tanken“ nutzen können. Er leitet die "Frankfurt University of Applied Sciences", die frühere Fachhochschule Frankfurt am Main. In diesem Jahr feiert sie ihren 50. Geburtstag, gemeinsam mit vier weiteren hessischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften.

Die Wurzeln der Hochschule, die in Kurzform Frankfurt AUS oder FRA-UAS heißt, reichen aber noch viel weiter zurück. Denn als sie 1971 im Nachhall der 68er-Bewegung gegründet wurde, ging in ihr auch eine Einrichtung auf, die bereits 1908 entstanden war: die Staatsbauschule Frankfurt am Main, ursprünglich bekannt als Königlich Preußische Baugewerkschule. Folgerichtig kann man auch heute noch an der Frankfurt UAS Ingenieurwissenschaften und Architektur studieren.

Im "hr2-Doppelkopf" spricht Frank Dievernich darüber, wie das historische Erbe bis heute das Hochschulleben prägt und wie er sich die Zukunft "seiner" Hochschule vorstellt. Zum einen habe die Corona-Pandemie dazu geführt, dass die akademische Lehre viel ortsunabhängiger geworden sei. Wolle man als Hochschulstandort künftig attraktiv für Studierende bleiben, gelte es mit zusätzlichen Angeboten für die berufliche Entwicklung aufzuwarten. Nicht zuletzt gelte es, die Hochschule beim Zukunfts-Check auch aus ungewohnten Perspektiven zu betrachten, meint der Wirtschaftswissenschaftler, Soziologe und Familientherapeut Dievernich – und bringt Begriffe wie Irritation, Zweifel und Emotion ins Spiel.

Gastgeber: Stephan Hübner

Hier finden Sie den "Doppelkopf" als Podcast.

Sendung: hr2-kultur, "Doppelkopf", 10.12.2021, 12:05 Uhr.