In der Wirtschaftswunderzeit hat Freddy Quinn sowohl das Fernweh als auch das Heimweh der Deutschen bedient. Musikalisch war er auf sämtlichen Weltmeeren unterwegs. Über 50 Millionen Tonträger hat der Hamburger verkauft. Heute sind seine Hits längst Evergreens. Heute wird er 90 Jahre alt.

Ursprünglich hatte der Sohn eines Wiener Kaufmanns und einer Hamburger Journalistin ganz andere Pläne: Er wollte zum Zirkus und machte auch als Artist seinen Weg. Dann wurde er jedoch von einem Plattenproduzenten entdeckt und bekam einen Vertrag bei der Polydor. Dort wurde Freddy als Sänger und Schauspieler ausgebildet. Freddy Quinn spricht viele Sprachen, spielt mehrere Instrumente. Es gibt keine Bühne, auf der er nicht zu Hause war, und immer wieder hat er als Moderator auch andere Künstler präsentiert.

Neben dem Bundesverdienstkreuz wurde Freddy Quinn mit unzähligen weiteren Auszeichnungen geehrt. Die wertvollste für ihn selbst ist der "Zirkus-Oskar". Freddy Quinn sagt, dass er von den Artisten das Wichtigste für seine künstlerische Laufbahn gelernt habe - nämlich den Respekt vor dem Publikum. "Entertainment und Unterhaltung war mein Leben", resümierte das Allroundtalent, als es 2006 im "hr2-Doppelkopf" zu Gast war.

Gastgeberin: Karin Röder

Musiktitel dieser Sendung:
- Freddy Quinn und der Chor des Vereins in Hamburg Geborener: Hamburg, altes Mädchen
- Bert Kaempfert and his orchestra: Spanish Eyes
- Alfred Hause und sein Orchester: La cumparsita
- Freddy Quinn: La Paloma
- Bert Kaempfert and his Orchestra: A Swingin' Safari

Hier finden Sie den "Doppelkopf" als Podcast.

Wiederholung eines Gesprächs von 2006.

Sendung: hr2-kultur, "Doppelkopf", 27.09.2021, 12:05 Uhr.