"Wenn du geredet hättest, Desdemona", unter diesem Titel erschien 1983 ein Buch von Christine Brückner, das es heute noch in sich hat. Die ungehaltenen Reden ungehaltener Frauen dienten 2021 als Aufruf, sich zu äußern. Am 10. Dezember, dem 100. Geburtstag von Christine Brückner und dem internationalen Tag der Menschenrechte, werden einige dieser ungehaltenen Reden gehalten. Friederike Emmerling ist Mit-Initiatorin dieses Projekts.

Friederike Emmerling ist Leiterin des Theaterverlags S. Fischer, und sie ist beeindruckt, wie viele Reden im letzten halben Jahr eingegangen und worüber Frauen heute ungehalten sind. Was macht sie heute ungehalten? Wie viel Mut braucht es, eine Rede zu denken, schreiben und zu halten? Wo kommt die Rede eigentlich her, welchen Stellenwert hat sie in der Historie und auch im Theater? Wie muss sie geschrieben und gehalten sein, damit man auch zuhört? Können Reden die Welt verändern, ist diese Aktion tatsächlich etwas für die Wirklichkeit und nicht nur etwas fürs Feuilleton? Und was wäre passiert, wenn Desdemona, die "Unglückliche", tatsächlich geredet hätte? Friederike Emmerling redet über all das im "hr2-Doppelkopf".

Gastgeberin: Daniella Baumeister

Hier finden Sie den "Doppelkopf" als Podcast.

Sendung: hr2-kultur, "Doppelkopf", 01.12.2021, 12:05 Uhr.