Ihre Ausstellungen haben für Aufsehen, Besucherrekorde und Diskussionen in der Fachwelt gesorgt: "Impressionistinnen", "Sturmfrauen", "Fantastische Frauen". Und wenn angesichts der üppig präsentierten Werk-Schauen Besucher oder Presse immer noch Vorbehalte gegen das Werk von Künstlerinnen zeigen, kann sie ganz schön fuchsig werden: Ingrid Pfeiffer, Kuratorin an der Frankfurter Kunsthalle Schirn.

Ingrid Pfeiffer verhilft seit über zehn Jahren den Künstlerinnen der Moderne dazu, wahrgenommen und in ihrem Wirken gewürdigt zu werden. Dass Künstlerinnen immer auch da waren, arbeiteten und auch ihre männlichen Kollegen inspirierten, ist der Forschung schon lange bekannt. Die Ausstellungen und Sammlungen deutscher Museen haben sie aber bis in die jüngste Vergangenheit konsequent ignoriert.

Im "hr2-Doppelkopf" erzählt die Kuratorin von der Reaktion männlicher Besucher auf die "Impressionistinnen" Berthe Morisot und Mary Cassatt. Sie lässt die Welt des Montmartre wieder lebendig werden und erklärt, warum sie die sozialen Aspekte der Kunstgeschichte faszinieren. Ingrid Pfeiffer will vergessene Geschichten wiederfinden, nicht nur die von Frauen. Auch Künstler, deren Leben und Werk durch das Unwesen der Nationalsozialisten zerstört oder vergessen wurde, liegen ihr am Herzen.

Gastgeberin: Stefanie Blumenbecker

Musiktitel dieser Sendung:
- Erik Satie: Gnossienne für Klavier Nr. 1 / Hélène Grimaud
- Severija: Zu Asche, zu Staub (Psycho Nikoros)
- Grace Jones: Slave to the Rhythm
- Barclay James Harvest: Berlin

Hier finden Sie den "Doppelkopf" als Podcast.

Sendung: hr2-kultur, "Doppelkopf", 26.04.2021, 12:05 Uhr.

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