"Was wären wir ohne Erinnerungskultur?" Das sagt Professor Joachim-Felix Leonhard, der Vorsitzende des deutschen Nominierungskomitees für das Weltdokumentenerbe. Kulturelle Gedächtnisarbeit zieht sich wie ein roter Faden durch die Biografie des Historikers und Bibliothekars.

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Zum Artikel "Erinnerungsarbeit darf sich nie verselbständigen, sonst ist es Nostalgie" | Joachim-Felix Leonhardt im Gespräch

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Von 1991 – 2001 war er Vorstand und Direktor der Stiftung Deutsches Rundfunkarchiv und in dieser Zeit auch zuständig für die Bild- und Tondokumente der ehemaligen DDR. Von 2001 - 2003 gestaltete er als Generalsekretär des Goethe-Instituts die deutsche Kulturpolitik im Ausland. Danach wechselte er als parteiloser Staatssekretär ins Ministerium für Wissenschaft und Kunst der Hessischen Landesregierung. 2007 wurde er Präsident der Von-Behring-Röntgen-Stiftung in Marburg. Er ist außerdem Ehrenbürger von Ancona und Träger der Friedrich-Behn-Medaille der hessischen Stadt Lorsch, in der er aufgewachsen ist. Heute ist sein 75. Geburtstag.

Ein Dokument des ersten Frankfurter Auschwitz-Prozesses im Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden

2016 war er im "hr2-Doppelkopf" zu Gast und erzählte von seiner Arbeit am eigenen und nationalen Gedächtnis. Damals hatte er gerade die Akten des ersten Frankfurter Ausschwitz-Prozesses beim UNESCO-Weltdokumentenerbe zur Aufnahme eingereicht. Im Jahr danach wurden die Verfahrensunterlagen und Tonbandaufnahmen in die Liste aufgenommen.

Gastgeberin: Claudia Sautter

Musiktitel dieser Sendung:
- J. S. Bach: Air on a G-String / Jacques Loussier Trio
- Ennio Morricone: The Man With The Harmonica / Martin Böttcher
- Klaus Doldinger: Missing You / Passport

Wiederholung eines Gesprächs von 2016.

Sendung: hr2-kultur, "Doppelkopf", 10.09.2021, 12:05 Uhr.