Johann Scheerer ist in erster Linie Musiker. Er hat selbst Musik gemacht, am Anfang mit der Band "Am Kahlen Aste", vor allem aber hat er die Musik anderer produziert, hat mit Musikern wie Pete Doherty, Rocko Schamoni oder Faust zusammengearbeitet und in dem breiten Segment zwischen Indie und Elektro zahlreiche Aufnahmen begleitet.

Und dann gibt es aber noch eine zweite Seite: Johann Scheerer ist der Sohn von Jan Philip Reemtsma, der 1996 entführt wurde. Unter dem lapidar klingenden Titel "Wir sind dann wohl die Angehörigen" hat Johann Scheerer die 33 Tage dauernde Entführung aus seiner Sicht geschildert, quasi als Spiegel zu Jan Philipp Reemtsmas Buch "Im Keller". Die Verfilmung des Buches kommt jetzt in die Kinos. "Wir sind dann wohl die Angehörigen" von Regisseur Hans-Christian Schmid startet am 3. November 2022.

In "Unheimlich nah" - 2021 erschienen - hat Johann Scheerer noch einmal zurückgeblickt, in die Zeit danach, in eine Jugend, in der alles wieder in Ordnung zu sein schien, sich das Leben aber drastisch verändert hatte.

Musiktitel dieser Sendung:
- Nico: These Days
- Damon Albarn: Lonely Press Play
- Phoebe Bridgers: Motion Sickness

Weitere Informationen

Buchtipp

Johann Scheerer: "Unheimlich nah", Piper 2021, Preis: 22,- Euro

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Gastgeber: Ulrich Sonnenschein

Wiederholung eines Gesprächs vom November 2021.

Hier finden Sie den "Doppelkopf" als Podcast.

Sendung: hr2-kultur, "Doppelkopf", 04.10.2022, 12:05 Uhr.