Johann Scheerer ist in erster Linie Musiker. Er hat selbst Musik gemacht, am Anfang mit der Band "Am Kahlen Aste", vor allem aber hat er die Musik anderer produziert, hat mit Musikern wie Pete Doherty, Rocko Schamoni oder Faust zusammengearbeitet und in dem breiten Segment zwischen Indie und Elektro zahlreiche Aufnahmen begleitet.

Pete Doherty, der kleine Mann mit Hut von den Libertines oder den Babyshambles, hat über die Zusammenarbeit gesagt: "It‘s magic what this young German did to my songs. He saved my life."

Und dann gibt es aber noch eine zweite Seite: Johann Scheerer ist der Sohn von Jan Philip Reemtsma, der 1996 entführt wurde. Unter dem grandios lapidar klingenden Titel "Wir sind dann wohl die Angehörigen" hat Johann Scheerer die 33 Tage dauernde Entführung aus seiner Sicht geschildert, quasi als Spiegel zu Jan Philip Reemtsmas Buch "Im Keller". Jetzt hat Johann Scherer noch einmal zurückgeblickt, in die Zeit danach, wo alles wieder in Ordnung zu sein schien, sich das Leben aber drastisch verändert hatte. Mit "Unheimlich nah" ist nun das dritte Buch zu der Entführung erschienen.

Gastgeber: Ulrich Sonnenschein

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Buchhinweis:

Johann Scheerer: "Unheimlich nah", Piper 2021, Preis: 22,- Euro

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Hier finden Sie den "Doppelkopf" als Podcast.

Sendung: hr2-kultur, "Doppelkopf", 09.11.2021, 12:05 Uhr.