Heute werden in Frankfurt gleich drei Ausstellungen eröffnet, die sich alle um das Thema "Frankfurt und der Nationalsozialismus" drehen. Die Hauptausstellung "Eine Stadt macht mit" ist im Historischen Museum zu sehen. Die Historikerin Jutta Zwilling hat sie als freie Kuratorin miterarbeitet.

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Frankfurt und der Nationalsozialismus

Drei Ausstellungen des Historischen Museums Frankfurt
www.historisches-museum-frankfurt.de

Auf die Hauptausstellung "Eine Stadt macht mit" geben wir Ihnen vorab in unserer Sendung "Literaturland Hessen" am 5. Dezember mit einem kleinen virtuellen Audiorundgang einen Vorgeschmack und zeigen, was Sie erwartet.

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Im "hr2-Doppelkopf" schildert Jutta Zwilling, die bereits vieles zum Thema veröffentlicht und auch andere Ausstellungen dazu kuratiert hat, wie die Ausstellung aufgebaut ist, welchen Gedanken und Absichten sie folgt und was es mit den "urbanen Orten" und der "digitalen Topografie" auf sich hat, die man in ihr aufsuchen bzw. mit der man sich durch die Stadt von damals bewegen kann. Außerdem erklärt sie, wieso Frankfurt als "Stadt der Juden und Demokraten" sich so schnell der NS-Ideologie angeglichen und wie sie sich an ihren jüdischen Bürgern bereichert hat, führt aber auch Beispiele von Menschen an, die im nationalsozialistischen Alltag mutig gegen das Regime gewirkt haben. Jutta Zwilling geht außerdem der Frage nach, warum es auch in Frankfurt so lange gedauert hat, bis sich die Stadt ihrer NS-Geschichte gestellt hat.

Gastgeber: Thomas Plaul

Hier finden Sie den "Doppelkopf" als Podcast.

Sendung: hr2-kultur, "Doppelkopf", 09.12.2021, 12:05 Uhr.