Heute vor 100 Jahren wurde der Lyriker Paul Celan in der Hauptstadt der Bukowina, Czernowitz, geboren. Der Sohn einer deutschsprachigen jüdischen Familie gilt, vor allem wegen seines Gedichts "Todesfuge", als einer der weltweit bekanntesten deutschsprachigen Lyriker.

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Zum Artikel "Celan sagte: Wenn Sie mein Lektor werden, gehe ich zu Suhrkamp" | Klaus Reichert lernte Paul Celan in Paris kennen

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Klaus Reichert

Von 1966 bis zu Celans Freitod 1970 betreute Klaus Reichert im Suhrkamp Verlag als Lektor das Werk des Dichters. Sein im Frühjahr anlässlich des 50. Todestages von Celan erschienenes Buch "Paul Celan. Erinnerungen und Briefe" sind die letzten Erinnerungen, "die noch geschrieben werden konnten", da es "überlebende Freunde" nicht mehr gibt.

Im "hr2-Doppelkopf" erzählt Klaus Reichert, der 1969 den Verlag der Autoren mitbegründete und Mitte der 1970er-Jahre als Anglist einen Lehrstuhl an der Frankfurter Universität annahm, wie er als angehender Student Paul Celan 1958 in Paris kennenlernte und wie sich ihr nicht immer einfaches Arbeits- und Freundschaftsverhältnis in den folgenden Jahren gestaltete, wobei einiges Überraschendes zu hören sein wird. Und er schildert seine Bestürzung, als er 1970 vom Suizid Celans erfuhr.

Gastgeber: Thomas Plaul

Musiktitel dieser Sendung:
- J.S. Bach: Triosonate (2.Satz) aus: Ein musikalisches Opfer /
Concentus Musicus, Wien, Ltg.: Nikolaus Harnoncourt
- Ernst Busch: Solidaritätslied
- J.S. Bach: Suite für Violoncello solo Nr 1 G-dur, BWV 1007: Prelude /
Pablo Casals

Weitere Informationen

Buchhinweis:

Klaus Reichert: "Paul Celan. Erinnerungen und Briefe", Suhrkamp 2020, Preis: 28,- Euro.

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Sendung: hr2-kultur, "Doppelkopf", 23.11.2020, 12:05 Uhr.

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