Wie hat die koloniale Vergangenheit Europas unsere Sicht auf schwarze Menschen und den afrikanischen Kontinent geprägt? Das ist ein Thema, das die Ausstellungsmacherin und Kunstwissenschaftlerin Mahret Ifeoma Kupka aktuell beschäftigt. Es reicht für sie nicht, wenn Museen sich jetzt daran machen, ihre Keller auszuräumen und Objekte an die Herkunftsländer zurückzugeben. Der Weg zu einem dekolonisierten Museum ist für die Kuratorin am Frankfurter Museum für Angewandte Kunst umfassender und vielfältiger.

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"Mich interessieren die Menschen, die nicht ins Museum gehen." | Mahret Ifeoma Kupka u. a. über dekolonisierten Museen

Mahret Ifeoma Kupka
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Die Kuratorin am Museum Angewandte Kunst in Frankfurt wurde 1980 in Hanau geboren und wuchs im Main-Kinzig-Kreis auf. Ihr Studium führte unter anderem an die Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe, wo sie auch ihr Faible für das Thema Mode entdeckte. Mode interessiert Mahret Ifeoma Kupka vor allem als Kulturphänomen. Was lässt sich an Mode ablesen? Was sagt Mode über den Stand einer Gesellschaft aus? Und welche Rolle spielt Mode als Ausdruck der eigenen Persönlichkeit und Identität?

Im "hr2-Doppelkopf" mit Gastgeberin Juliane Orth spricht und diskutiert Mahret Ifeoma Kupka über die Zukunft eines dekolonisierten Museums, über von der Kolonialgeschichte geprägte Blicktraditionen auf Kunst und Kultur und wie Menschen angesprochen werden, die Museen und Ausstellungshäuser bisher nicht erreichen.

Gastgeberin: Juliane Orth

Musikinhalt dieser Sendung:
Tresor: Sondela ft. Msaki
Ata Kak: Obaa Sima
BSMG: Geschichtsunterricht
Sons Of Kemet: In The Castle Of My Skin

Sendung: hr2-kultur, "Doppelkopf", 16.03.2022, 12:05 Uhr.