Dieser Mann hatte den Blues - und wie! Seit sich der Musikjournalist Manfred Miller vor Jahrzehnten mit dem Jazz- und Blues Virus infizierte, mit radiokräftiger Hilfe der in Deutschland stationierten Amerikaner und ihrem Sender AFN, suchte er Fragen und Antworten, wie nur der Blues sie stellen und geben kann - und das Leben natürlich. Am 4. Juni starb Manfred Miller mit 78 Jahren.

Sein letztes Buch ist ein dicker Wälzer über alles, was über Blues und Groove im 20. Jahrhundert zu sagen ist. Und das ist viel. Denn "wer nur etwas über Musik weiß, weiß gar nichts", da hielt es Manfred Miller mit Hanns Eisler. Und so ist seine Spurensuche keine Abhandlung über Musik, sondern eine genaue Charakterisierung Gesellschaft im 20. Jahrhundert, vor allem über die in Amerika. Der Blues ist ein Spiegel der Gesellschaft, aber vielleicht macht er sie durch seine Verursacher, die Musiker, auch erst zu dem, was sie ist. Warum der Blues aus viel mehr als aus drei Akkorden und zwölf Takten besteht, wie Klassik, Jazz und Blues in der populären Musik von heute viele Gemeinsamkeiten haben und warum man ein sehr glücklicher Mensch sein kann, wenn man den Blues hat, das erzählte Manfred Miller 2019 im "hr2-Doppelkopf".
Wir wiederholen dieses Gespräch heute noch einmal.

Gastgeberin: Daniella Baumeister

Musiktitel dieser Sendung:
- Bessie Smith: Downhearted Blues
- Georg Friedrich Telemann: Brockes Passion – Wisch ab der Tränen bitt’re Ströme / Akademie für Alte Musik Berlin & Christine Christensen
- Nina Simone: I Wish I Knew How It Would Feel To Be Free
- Charly Schreckschuss Band: Sweet Soul Music
- Clarence Williams Blue Five: Cake Walkin’ Babies From Home

Weitere Informationen

Buchhinweis:

Manfred Miller: "Um Blues Und Groove. Afroamerikanische Musik im 20. Jahrhundert", Heupferd Musik 2017, Preis: 34,- Euro

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Hier finden Sie den "Doppelkopf" als Podcast.

Wiederholung eines Gesprächs von 2019.

Sendung: hr2-kultur, "Doppelkopf", 05.08.2021, 12:05 Uhr.

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