Martin Mosebach ist der Grandseigneur unter den deutschen Schriftstellern. Im Lauf seines mittlerweile 40 Jahre währenden Schreibens hat der Büchner-Preisträger ein umfangreiches Oeuvre geschaffen, bestehend aus Erzählungen, Essays, Hörspielen, Drehbüchern, Libretti und zwölf Romanen. Und gerade bei den Romanen fällt auf, wie unterschiedlich die Stoffe und Themen sind, die er darin verhandelt.

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"Bilder sind für mich wichtiger als die Sprache" | Schriftsteller Martin Mosebach erzählt über sein Schreiben

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Vorhersagbar ist sein Schreiben nicht. Aber es gibt feste Motive, die das Werk von Martin Mosebach prägen. Zum Beispiel sind seine Protagonisten häufig junge Männer von um die 30, die eher durch die Welt stolpern als aufrecht durch sie schreiten. Auch die Figur des alles verschlingenden Machtmenschen, egal, ob Mann oder Frau, taucht wiederholt auf. Und dann sind da die sich durch sein gesamtes Romanwerk ziehenden Tierbeobachtungen. Darüber spricht Martin Mosebach im "hr2-Doppelkopf". Im Gespräch mit Gastgeber Martin Maria Schwarz erzählt der Autor über sein Schreiben und seine Stoffe, die Rolle der Sprache, die für ihn eine dienende Funktion hat, Bilder im Leser zu erzeugen, und auch über die Selbstzweifel, die ihn sein gesamtes Schriftstellerleben begleiten.

Gastgeber: Martin Maria Schwarz

Musikinhalt dieser Sendung:
Carl Maria von Weber: Oberon - Quartett aus dem 2. Akt / Philharmonisches Orchester Gießen, Ltg.: Michael Hofstetter
Antonio Vivaldi: Concerto G-Dur, op. 3 Nr. 2, RV 310 (für Violine, Streicher und Continuo) / Europa Galante, Ltg.: Fabio Biondi
Ludwig van Beethoven: Ouvertüre zu "Fidelio" für Orchester, op. 72 / hr-Sinfonieorchester; Ltg. Andrés Orozco-Estrada

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Buchhinweis:

Martin Mosebach: Krass. Rowohlt, Hamburg 2021, ISBN 978-3-498-04541-8, 14,-- €

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Sendung: hr2-kultur, "Doppelkopf", 17.02.2022, 12:05 Uhr.