Er ist ein großartiger Erzähler, ein genauer Beobachter, ein humorvoller Beschreiber und Erfinder. Er ist einer der bekanntesten, beliebtesten und erfolgreichsten Schriftsteller in Deutschland und er kommt – aus Damaskus. Den Namen Rafik Schami – Freund aus Damaskus - hatte er sich schon Ende der 1960er Jahre gegeben, als er im syrischen Untergrund schrieb.

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"Ich bin ein Freund aus Damaskus." | Rafik Schami über sein literarisches Erzählen zwischen Orient und Okzident

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Für seine literarische Arbeit, seine Verdienste um die deutsche Sprache und sein Engagement für Frieden, Freiheit und Menschenrechte bekommt der syrisch-deutsche Schriftsteller Rafik Schami am 27. Juni die Carl-Zuckmayer-Medaille des Landes Rheinland-Pfalz überreicht.

Der promovierte Chemiker Rafik Schami emigrierte vor 50 Jahren von Syrien  nach Deutschland. In seinen Büchern lässt er ein neues Land zwischen Okzident und Orient entstehen, ein großes, freies Land voller Klugheit, Traditionen und Poesie. Es ist das Land des Erzählers der Nacht, es ist das Land von Rafik Schami. Und da erzählt er alles andere als Märchen. Dafür braucht er die deutsche Sprache, die syrische Kultur, Träume und Hoffnungen, Freunde und Familie, das beste Pistazien-Eis, ab und zu gute italienische Küche und vieles mehr. Und davon erzählt er im "hr2-Doppelkopf" – so charmant, wie nur er es kann.

Gastgeberin: Daniella Baumeister

Musikinhalt dieser Sendung:
Yann Tiersen: La Valse de Amélie
Anne Sophie Mutter / Trondheim Soloists: Konzert a-Moll Allegro (Johann Sebastian Bach)
Fayruz: Zuruni
Maria Joao Pires: Mondscheinsonate Teil 4 (Ludwig van Beethoven)

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Buchhinweis:

Rafik Schami: "Gegen die Gleichgültigkeit". Essay. Verlag Schiler & Mücke 2021, Preis: 10,- Euro

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Wiederholung eines Gesprächs vom Dezember 2021.

Sendung: hr2-kultur, "Doppelkopf", 27.06.2022, 12:05 Uhr.