Ruth Klügers Erinnerungen "weiter leben. Eine Jugend" zählen zu den wichtigsten literarischen Zeugnissen des Holocaust. Einem größeren Publikum bekannt wurde die Überlebende der nationalsozialistischen Vernichtungslager mit eben dieser 1992 erschienenen Autobiografie. Klüger war eine in Österreich geborene Jüdin, eine amerikanische Germanistik-Professorin und eine deutsche Schriftstellerin. Am 6. Oktober starb sie im Alter von 88 Jahren.

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Zum Artikel "Männer lesen keine Bücher von Frauen" | Ruth Klüger erzählte nicht nur von ihrer Jugend

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In "weiter leben" erzählte Ruth Klüger völlig nüchtern und ohne jedes Pathos aus der Perspektive eines heranwachsenden Mädchens, was sie in Theresienstadt und Auschwitz erlebte. Auf einem der Hungermärsche in den letzten Wochen des Krieges konnte sie mit ihrer Mutter fliehen und geriet mit einem Flüchtlingszug nach Bayern. Dazu sagte sie: "Flucht war das Schönste, was ich erlebt habe."

Ruth Klüger machte Abitur, studierte in Regensburg und emigrierte 1947 nach Amerika. Klüger verstand sich als feministische Literaturwissenschaftlerin, sie hatte in Berkeley studiert und sich danach in Princeton und Irvine einen Ruf als angesehene Germanistin erarbeitet. 2004 war sie im "hr2-Doppelkopf" zu Gast und erzählte damals nicht nur von ihrer Jugend, sondern führte auch aus, warum Männer keine Bücher lesen, die von Frauen geschrieben werden…

Gastgeber: Conrad Lay

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Buchhinweis:

Ruth Klüger: "weiter leben. eine Jugend", dtv TB, Preis: 8,90 Euro

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Wiederholung eines Gesprächs von 2004.

Sendung: hr2-kultur, "Doppelkopf", 17.11.2020, 12:05 Uhr.

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