Steffen Möller ist ein Wanderer zwischen den Welten, zwischen Warschau und Berlin, zwischen Polen und Deutschland. 1994 verdingte sich der Wuppertaler als Gastarbeiter beim östlichen Nachbarn. Er arbeitete als Deutschlehrer, dann als Kabarettist. Schnell landete er beim Fernsehen. Als deutscher Kartoffelbauer und Pechvogel begeisterte er in einer Endlosserie sein Publikum. Dann bekam er eine Show, wurde so eine Art Thomas Gottschalk in Polen. Steffen Möller erklärt in seiner Wahlheimat Polen seit Jahrzehnten, wie die Deutschen ticken. Umgekehrt beschreibt er mehr und mehr polnische Gepflogenheiten und kulturelle Eigenheiten auf Deutschlands Bühnen.

Im "hr2-Doppelkopf" mit Gastgeberin Andrea Seeger schwärmt er unter anderem von der polnischen Gastfreundschaft und erklärt, warum man niemals eine Rechnung im Lokal teilen sollte. Er erzählt von der Angst der Polen vor einem übergreifenden Krieg und davon, wie herzlich und selbstverständlich sie ihre Nachbarn aus der Ukraine aufnehmen, obwohl die Länder ein durchaus ambivalentes Verhältnis zueinander haben. Und er verrät, warum Deutsche am Morgen duschen und Polen am Abend.

Gastgeberin: Andrea Seeger

Musikinhalt dieser Sendung:
George Harrison: Isn't It A Pity
Jacek Kaczmarski: Lekcja historii klasycznej
Michael Krebs: An mir liegt’s nicht

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Buchhinweis:

Steffen Möller: "Weronika, Dein Mann ist da! Wenn Deutsche und Polen sich lieben." Malik Verlag München 2019

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Hier finden Sie den "Doppelkopf" als Podcast.

Sendung: hr2-kultur, "Doppelkopf", 29.03.2022, 12:05 Uhr.