Heute vor 125 Jahren kam in Hanau Paul Hindemith zur Welt. Seine Eltern waren einfache Leute. Dennoch ermöglichten sie dem offensichtlich sehr begabten Sohn eine musikalische Ausbildung. Nach ersten Erfahrungen in einer Kurkapelle wird der 19-Jährige mitten im Ersten Weltkrieg zum Konzertmeister im Frankfurter Opernorchester ernannt. Mit ersten Kompositionen in moderner Tonsprache erwirbt er sich den Ruf eines Bürgerschrecks.

Audiobeitrag

Podcast

Zum Artikel "Tonschönheit ist Nebensache" | Susanne Schaal-Gotthardt leitet das Hindemith-Institut in Frankfurt

Podcast Doppelkopf
Ende des Audiobeitrags
Susanne Schaal-Gotthardt

1927 geht Hindemith als Kompositionsprofessor nach Berlin; mit seiner Oper "Mathis der Maler" eckt er bei den Nazis an, und so entschließt er sich rechtzeitig, sein Leben und Wirken in den USA fortzusetzen. Nach dem Krieg kehrt Paul Hindemith zurück, kann aber in der Neue-Musik-Szene nicht mehr recht Fuß fassen, bis er Ende 1963, kurz nach seinem 68. Geburtstag, plötzlich stirbt.

Als Vermächtnis hinterlässt der Komponist eine in seiner Schweizer Wahlheimat ansässige Stiftung, die unter anderem in Frankfurt das Hindemith-Institut betreibt. Es wird seit 2011 von Susanne Schaal-Gotthardt geleitet. Über die Arbeit des Instituts und die Aktualität Paul Hindemiths berichtet die Musikwissenschaftlerin heute im "hr2-Doppelkopf".

Gastgeber: Andreas Bomba

Musiktitel der Sendung:
Paul Hindemith:
- Kammermusik op. 24 Nr. 1, Satz 1 (absolute ensemble, Ltg. Kristian Järvi)
- Sonate für Viola solo op. 25 Mr 1 Satz 4 (Paul Hindemith)
- Symphony in Es, Satz 1 (Concertgebouw Orkest, Ltg. Paul Hindemith)
- Sanctus, aus: Messe (1963) (SWR Vokalensemble, Ltg. Marcus Creed)

Sendung: hr2-kultur, "Doppelkopf", 16.11.2020, 12:05 Uhr.

Aktueller Song:
Lädt
Lädt
Lädt - Lädt
Lädt - Lädt
mit