Als "Theaterexpertin für das Groteske des Alltags" wurde die Dramatikerin Theresia Walser einmal bezeichnet, gerne nämlich kitzelt sie mit ihren Bühnenwerken die Absurditäten unseres Alltagslebens und unserer Gesellschaft heraus. So auch in ihrem jüngsten Werk "Endlose Aussicht", das vor dem Hintergrund der Coronapandemie spielt und – auf kluge und witzige Weise – existenzielle Fragen aufwirft.

Im "hr2-Doppelkopf" erläutert Theresia Walser, weshalb es sie reizt, mit den Mitteln des Theaters über das Theater nachzudenken, warum ihre Figuren auch mal gegen sie "meutern" und der Mangel an guten Frauenrollen sie dazu gebracht hat, als ausgebildete Schauspielerin nun nicht mehr auf der Bühne zu stehen, sondern für die Bühne zu schreiben.

Darüber hinaus erzählt die 1967 in Friedrichshafen geborene Autorin – Theresia Walser ist die jüngste der vier Töchter von Martin Walser –, weshalb sie ihre Wunschkarriere als Opernsängerin aufgeben musste und warum sie mit ihrem Mann, dem Schriftsteller Karl-Heinz Ott, zwar gemeinsam musizieren und Stücke verfassen, aber nicht kochen kann.

Gastgeber: Thomas Plaul

Musiktitel dieser Sendung:
- Olga Neuwirth: From Field to Village to Church
- Gustav Mahler: Des Antonius zu Padua Fischpredigt (aus: Des Knaben Wunderhorn)
- Johann Sebastian Bach: Die Goldberg Variationen, Variation 28 / Teodoro Anzellotti

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Buchhinweis:

Theresia Walser: "Morgen in Katar. Theaterstücke". Rowohlt 2019, Preis: 20,- Euro.

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Hier finden Sie den "Doppelkopf" als Podcast.

Sendung: hr2-kultur, "Doppelkopf", 24.09.2021, 12:05 Uhr.