Thomas Claus ist ein künstlerischer Filmemacher. Seine Stoffe findet er bei der Archäologie und in der Zeitgeschichte. Und wie ein Archäologe geht er auf Spurensuche, ob in die Eisenzeit nach den Ursprüngen der Himmelsscheibe von Nebra oder in die Zeitgeschichte und das Leben des vergessenen jüdischen Warenhaus-Unternehmers Gustav Gerst, der den Frankfurter Goetheturm stiftete.

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"Das Jahr 1990 war wie eine Art Zeitmaschine." | Thomas Claus über Leben und Filmemachen vor und nach der Wende

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1963 in Dresden geboren, sollte Thomas Claus eigentlich Informatiker werden. Doch der aufmüpfige Jugendliche folgte nicht der dafür notwendigen Anpassung im SED-Staat. Nach seiner Zeit als Bausoldat und Ausbildung zum Blechschlosser begann er seine Laufbahn als Schmalfilmer im Rahmen der unabhängigen Super-8-Filmszene des Dresdner Schauspielhauses. Dann folgte ein Ausflug in die Trickfilmszene, als Kameraassistent in der Dokumentarfilmabteilung des DEFA-Studios für Trickfilme Dresden.

Seit der Wende arbeitete Thomas Claus zuerst als freier Kameramann, dann als Autor und Regisseur in seiner eigenen Firma der Balance Film GmbH Dresden. Seit 2001 lebt er in Berlin und heute auch noch in Bonn und Frankfurt, als Rechercheur, Autor und Filmproduzent. Im "hr2-Doppelkopf" mit Gastgeber Ulrich Sonnenschein erzählt Thomas Claus von seiner Zeit als rebellischer Jugendlicher in der DDR und wie er damals von der Staatssicherheit bedrängt wurde. Er erinnert an die rasanten Veränderungen in den Wendejahren und seine Anfänge als Filmemacher und er spricht über die Themen, die den Dokumentarfilmer und Publizisten heute beschäftigen.

Gastgeber: Ulrich Sonnenschein

Musikinhalt dieser Sendung:
The Residentsf: It's A Man's Man's Man's World
The Fall: Hip Priest
Freiwillige Selbstkontrolle: Im Rhythmus der Zeit

Sendung: hr2-kultur, "Doppelkopf", 14.09.2021, 12:00 Uhr.