Seit September 2019 erforscht ein unabhängiges Team von Wissenschaftlern unter der Leitung des Zeithistorikers Thomas Großbölting die Fälle von sexuellem Missbrauch im Bistum Münster seit 1945.

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Zum Artikel "In Personalakten findet sich viel über sexuellen Missbrauch" | Thomas Großbölting über Missbrauch im Bistum Münster

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Großbölting ist Direktor der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg und Professor für Neuere Geschichte / Zeitgeschichte an der dortigen Universität. Anders als andere Diözesen, die die Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs in die Hände von Juristen legen, wird die Aufarbeitung im Bistum Münster durch Historiker dominiert.

Sollen damit die Geschehnisse historisch „relativiert“ werden? Welchen Erkenntnisgewinn beschert es, wenn diese Taten klerikalen Machtmissbrauchs durch Historiker bewertet werden? Und was bewegt einen renommierten Wissenschaftler, der vormals als Historiker bei der Stasi-Unterlagenbehörde wirkte und sich unter anderem mit der Erforschung der Vereinigungsgeschichte nach 1989 befasst, sich in den Dienst der Aufklärung katholischer Dunkelfelder zu stellen?

Gastgeber: Klaus Hofmeister

Musiktitel dieser Sendung:
- Katy Melua: Wonderful Life
- Billy Joel: Piano Man
- David Bowie: Heroes
- Red Hot Chili Pepppers: Californication

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Buchhinweis:

Thomas Großbölting: "Der verlorene Himmel. Glaube in Deutschland seit 1945", Vandenhoeck & Ruprecht 2013, Preis: 35,- Euro

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Sendung: hr2-kultur, "Doppelkopf", 08.04.2021, 12:05 Uhr.