Anfang des Jahres, am 6. Januar, starb die Holocaust-Überlebende und Frankfurter Ehrenbürgerin Trude Simonsohn. "Es ist die Pflicht eines Überlebenden, für alle zu reden, die es nicht mehr können." Trude Simonsohn hatte es sich zur Lebensaufgabe gemacht, jungen Menschen von Theresienstadt und Auschwitz zu erzählen. Generationen von hessischen Schülern haben die Überlebende des Holocaust in den "Zeitzeugen-Gesprächen" erlebt, die sie ins Leben gerufen hatte.

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"Ich kann eine Wut kriegen, aber hassen kann ich nicht" | Trude Simonsohn über Ihre Lebensgeschichte

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Sie ist nicht bitter geworden, in vielen Ämtern engagierte sie sich für Frieden und Verständigung, für den Dialog zwischen Juden und Christen, zwischen Israelis und Palästinensern. Und erfuhr dafür im hohen Alter zahlreiche Würdigungen. So wurde sie 2016 zur ersten Ehrenbürgerin Frankfurts ernannt. Wer sie kennenlernen durfte, war fasziniert von der ihr eigenen Mischung aus Freundlichkeit und Entschiedenheit.

Wir erinnern an Trude Simonsohn mit der Wiederholung der Sendung hr2-Doppelkopf aus dem Jahr 2005. Darin erzählte die Zeitzeugin und Holocaust-Überlebende von ihrer Lebensgeschichte, die sie von Olmütz in Mähren über Auschwitz nach Frankfurt geführt hat.

Gastgeberin: Regina Oehler

Musikinhalt
Wolfgang Amadeus Mozart: 3. Satz Menuetto. Allegretto-Trio aus "Eine kleine Nachtmusik K 252" / Orpheus Chamber Orchestra New York
George Gershwin: It ain't necessarily so / Sportin' Life and Chorus aus Porgy & Bess / Lawrence Winters; Camilla Williams, Ltg. Lehman Engel
Wolfgang Amadeus Mozart: 4. Satz: Rondo. Allegro aus "Eine kleine Nachtmusik K 252" / Orpheus Chamber Orchestra New York

Weitere Informationen

Buchhinweis

Trude Simonsohn mit Elisabeth Abendroth: Noch ein Glück. Erinnerungen. Wallstein, Göttingen 2013, Preis: 14,90 Euro

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Wiederholung eines Gesprächs von 2005.

Sendung: hr2-kultur, "Doppelkopf", 18.01.2022, 12:05 Uhr.