Mit Klängen experimentieren, das ist Metier der deutsch slowakischen Komponistin Viera Janárčeková. Der Weg zu einer eigenen Klangsprache führt die Musikerin von Bratislava und Prag über Kanada nach Deutschland. Erst in der Mitte ihres Lebens beginnt die Pianistin zu Komponieren. Autodidaktisch.

Beim Internationalen Musikinstitut in Darmstadt findet sie dazu die passende Literatur. Intensiv studiert sie Schriften von zeitgenössischen Komponisten, hört jede Menge Neue Musik und findet so ihren musikalischen Weg. Für neue Stücke probiert Viera Janárčeková am liebsten aus, weshalb sie an ihrem Schreibtisch immer verschiedene Instrumente griffbereit hat. Geräusche gehören genauso für sie dabei dazu wie Töne. Im "hr2-Doppelkopf" erzählt die Komponistin auch davon, warum es sich lohnt, das eigene Hören zu erweitern, wieso d-moll für sie eine faszinierende Tonart ist und weshalb sie als Kind viel Zeit in einem Apfelbaum verbracht hat.

Gastgeberin: Susanne Pütz

Musiktitel dieser Sendung:
- Leos Janacek: Rozmarýn / Viera Janárceková Sopran/Klavier
- Domenico Scarlatti: aus: Vier Sonaten für Cembalo / Zuzana Růžičková
- Viera Janárceková: aus: Dotyk / Kremerata Batica, Ltg.: Roman Kofmann
- Maurice Ravel: aus: Daphnis und Chloé. Sinfonische Suite Nr. 2 aus dem Ballett / hr-Sinfonieorchester, Ltg. Diego Matheuz

Sendung: hr2-kultur, "Doppelkopf", 25.06.2021, 12:05 Uhr.