Wie steigen die Inzidenzen? Mit welcher Dynamik müssen wir in der Corona Pandemie rechnen? In Pressekonferenzen und in Talk-Runden versucht die Physikerin Viola Priesemann Antworten zu geben, stets fundiert und mit Zahlen argumentierend. Dabei wollte Priesemann ihre Zeit eigentlich dem Blick ins Gehirn widmen, ihrem eigentlichen Forschungsgebiet. Dabei geht es um die Theorie neuronaler Systeme und der Frage, wie die vielen Milliarden Nervenzellen miteinander kommunizieren, wie rasch sich Erregungsmuster ausbreiten, Informationen weitergegeben werden.

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"Mir war wichtig, Experimente und Theorie zusammenzubringen" | Viola Priesemann spricht u. a. über die Pandemie-Zeit

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Viola Priesemann leitet am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen eine eigene Forschungsgruppe. Mit dieser Gruppe hat sie Anfang 2020, als es zu den schweren Covid19-Ausbrüchen in Italien kam, zunächst "sozusagen zum Spaß" die Ausbreitung von Corona modelliert. Heute gehen wichtige transdisziplinäre internationale Strategiepapiere mit auf diese Initiative zurück. .

Viola Priesemann, die in Darmstadt studiert hat und in Frankfurt promoviert wurde, spricht im "hr2-Doppelkopf" darüber, was sie in diesen Pandemie-Zeiten umtreibt, woher sie ihre Energie und Gelassenheit nimmt, und warum sie 'eigentlich' die Erregungsabläufe in unserem Gehirn modellieren will. Ein Grund dafür ist ein ganz praktischer: Vom Gehirn lernen könnte heißen, Energiesparen zu lernen und Künstliche Intelligenz sehr viel energieeffizienter zu machen.

Gastgeberin: Regina Oehler

Musiktitel dieser Sendung:
Gunter Teuffel: Partita VII für 2 Violen d'amore in scordatura und Basso continuo c-Moll (Heinrich Ignaz Franz von Biber)
Friend'n Fellow: Kiss The Rain
Keith Jarrett: Köln, January 24, 1975 (Part 2)

Sendung: hr2-kultur, "Doppelkopf", 24.01.2022, 12:05 Uhr.