Wolfgang Boettcher war 23 Jahre alt, als er 1958 die Chance seines Lebens bekam: Der Cellist war zum Probespiel der Berliner Philharmoniker eingeladen. Unter den Zuhörern war auch Herbert von Karajan. Noch am gleichen Abend war klar: der junge Musiker wird Philharmoniker. Bis 1976 war Boettcher Solo-Cellist in diesem besten deutschen Orchester, danach viele Jahre Professor an der Universität der Künste in Berlin. Im Februar dieses Jahres starb er im Alter von 86 Jahren.

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In seiner Zeit mit den Berliner Philharmonikern unter Herbert von Karajan absolvierte Wolfgang Boettcher unzählige Konzerte, Schallplatten-Aufnahmen, Tourneen um die ganze Welt. Eine seiner Sternstunden: ein Konzert in Moskau mit einem zu Tränen gerührten Dimitri Schostakowitsch.

Im "hr2-Doppelkopf" war Wolfgang Boettcher 2019 zu Gast und erzählte, warum er 1976 die Berliner Philharmoniker verließ, um Cello-Professor zu werden; wie er mit drei Philharmoniker-Kollegen 25 höchst erfolgreiche Jahre im Brandis-Quartett erlebte und wie er als einer der "12 Cellisten" der Berliner Philharmoniker klangsinnlich musizierte.

Gastgeber: Eckhard Roelcke

Musiktitel dieser Sendung:
- J. S. Bach: Suite Nr. 3 C-Dur für Solo Cello BWV 1009 / Bouree I und II) / Wolfgang Boettcher, Cello
- W. A. Mozart: Andantino KV 374 / Wolfgang Boettcher, Cello; Ursula Trede-Boettcher, Klavier
- Luigi Boccherini: Konzert Nr. 3 G-Dur für Violoncello und Streicher, 2. Satz: Adagio / Wolfgang Boettcher, RIAS-Sinfonietta, Ltg.: Jorge Velazco
- Heitor Villa-Lobos: Bachianas Brasileiras, Nr. 1/1 / Introducao (Embolada)

Wiederholung eines Gesprächs von 2019.

Sendung: hr2-kultur, "Doppelkopf", 24.08.2021, 12:05 Uhr.