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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found "Georg Heck hat sehr von Max Beckmann profitiert" - Die Ausstellung in der Frühkritik

Georg Heck - Museum Giersch

Er gehört zur sogenannten "verlorenen Generation". Das Museum Giersch zeigt das Werk des Frankfurter Künstlers und Beckmann-Schülers gerade in einer großen Retrospektive. Beeindruckend!

Georg Heck war ein sehr vielseitiger Künstler. Er wurde 1897 in Sachsenhausen geboren, war gelernter Kunstschmied und wurde später an der Städelschule aufgenommen. Dort war er in der Klasse von Max Beckmann, der ihn stark beeinflusst hat. In der Ausstellung im Museum Giersch werden von ihm Gemälde, Grafiken und Zeichnungen gezeigt. Georg Heck hat zeitlebens in Frankfurt gelebt und war Mitglied u.a. in der Darmstädter und Frankfurter Sezession. Er hatte Teil am kulturellen Neubeginn nach dem Krieg.

Georg Heck - Museum Giersch

Die Ausstellung zeigt die große Vielfalt in Georg Hecks Werk

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zur Bildergalerie Werke von Georg Heck

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Es gibt große Figuren, die vom oberen bis zum unteren Bildrand reichen und in ihrer Anmutung deutlich an den Übervater und Lehrer Max Beckmann erinnern. Es gibt aber auch sehr poetische Landschaften, starkfarbig und lyrisch. Dann wieder, nach dem Krieg, wendet sich Heck der Abstraktion zu und experimentiert mit konstruktivistischen Ansätzen. Geometrische Formen, klare Farben. Er gestaltet in  diesem Stil auch Kunst am Bau. Und aus allen Werkphasen sehen wir in der Ausstellung große Holzschnitte, wirklich meisterhaft.

Georg Heck - Museum Giersch

Ein "verlorener Künstler"

Georg Heck galt, wie Max Beckmann auch, unter den Nazis als „entarteter“ Künstler. Obwohl er keine expressionistische Bildsprache pflegte und auch nicht aus einer jüdischen Familie stammte. Die Tatsache, dass er Beckmannschüler war, reichte schon aus. 1944 wurde nahezu sein gesamtes Werk bei einem Bombentreffer vernichtet. Und nach dem Krieg war er schon fast 50 Jahre alt und fand keinen rechten Anschluss mehr an den Kunstmarkt.

Georg Heck - Museum Giersch

Fazit

Die insgesamt hohe künstlerische Qualität seiner Arbeiten, die Vielseitigkeit und seine Neugier auf die Abstraktion ist bemerkenswert. Ein beeindruckendes Werk! Gerade vor dem Hintergrund seiner Biografie.

Sendung: hr2-kultur, Kulturfrühstück, 15.10.2019, 7:30 Uhr

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