Die Welt wird erschlossen durch Erzählen. Überall, wo Hoffnung nicht selbstverständlich ist, erzählen Menschen. Erzählen ist Erinnern, in beidem liegt eine besondere Kraft.

Arundathi Roy, die indische Schriftstellerin, sagte nach dem 11. September 2001: „Jetzt ist die Zeit, dass die Menschheit innehält, sich vertieft in ihre Quellen kollektiver Weisheit, alter wie moderner. Wir können die Wunden nur heilen, wenn wir uns unsere Geschichte erzählen, wir können die Gräben nur zuschütten, wenn wir uns ein Gesicht geben.“

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So werden Geschichten zu Heilsgeschichten. Erzählen ist Erinnern. Wie vielen Menschen wird einzeln und kollektiv Vergessen verordnet? Unterdrückte Menschen, Völker und Kulturen können nur so lange ausgebeutet und marginalisiert werden, als ihre Erinnerung an ihre Geschichte im Schweigen gehalten wird. Eine Demokratie hat ohne die Freiheit des Erinnern- und Erzählen-Dürfens keine Chance.

Ein Beitrag von Doris Weber.

Sendung: hr2-kultur, Camino, 05.01.2020, 11:30 Uhr

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