Es ist eine seltsame Sache: das Versprechen ist nur ein Wort. Und dennoch unterstellen sich Menschen seiner Macht. Oft jedenfalls.

Das Ja bei der Trauung ist vielleicht das größte Versprechen, das Menschen geben können. Sie sagen ihre Liebe zu auf eine ungewisse Zukunft hin, allein in dem Vertrauen, dass sie einem Wort treu sein wollen und können.

Aber es gibt auch die Versprechen, die so daher gesagt sind. Ich komme heute pünktlich heim! Ich gehe heute Abend mit Dir ins Kino! Kaum ausgesprochen, ist es auch schon vergessen.

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Gebrochene Versprechen haben heute einen Komplizen: die schnelle Absage auf dem Handy. Der andere weiß doch Bescheid, also wo ist das Problem? Und immer wieder sehen Menschen sich auch gezwungen, große Versprechen zu brechen, sei es bei einer Scheidung oder auch wenn sie das Gelübde abgelegt haben, Priester zu werden – und es einfach nicht mehr mit ihrem Gewissen vereinbaren können, dabei zu bleiben. Denn eines ist klar: Das Versprechen hat auch einen großen Verbündeten. Das ist das Gewissen.

Ein Beitrag von Irene Dänzer-Vanotti.

Sendung: hr2-kultur, Camino, 16.02.2020, 11:30 Uhr.

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