Eines hatte Friedrich Hölderlin mit vielen Menschen der Gegenwart gemein: Er machte sich Gedanken über die Zukunft der Menschheit. Das war nicht untypisch in den Jahren nach der Französischen Revolution, deren blutiger Ausgang die Frage aufwarf: Was muss eigentlich geschehen, damit Menschen wirklich frei sein können?

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Buchtipp

Christoph Quarch
Zu sein, zu leben, das ist genug: Warum wir Hölderlin brauchen
Eifelbildverlag
16,90 €

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Wie ist ein wahres, sinnerfülltes Menschenleben möglich? Hölderlins Antwort ist eindeutig: durch eine neue Religion. Besser: eine neue Religiosität bzw. Rückbindung (re-ligio) an das lebendige und heilige Sein dieser Welt. In seiner Dichtung ringt er darum, den in der Natur waltenden Gott so eindringlich zur Sprache zu bringen, dass damit eine neue geschichtliche Epoche anheben könne: eine blühende, menschliche Welt. Danach suchen wir noch immer. Hölderlins Vision hat nichts an Gültigkeit verloren.

Ein Beitrag von Christoph Quarch.

Sendung: hr2-kultur, Camino, 15.03.2020, 11:30 Uhr.

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