Viele haben acht, zehn oder sogar 15 Kinder, sind fromme Christen, die Verhütung und Alkohol ablehnen. Andere gehen in den Sport- und Schützenverein, haben mit Gott nichts am Hut. Und die Mehrheit dazwischen sind gute Kirchgänger, die die Gemeinden bereichern.

Gemeint sind Russlanddeutsche, ein Sammelbegriff, der ihrer Vielfältigkeit nicht gerecht wird, die in ihrer Geschichte begründet liegt.

Katharina II hatte den Vorfahren der Russlanddeutschen Steuerfreiheit und Religionsfreiheit versprochen. Dafür sollten sie an der Wolga, am Schwarzen Meer Kolonien gründen, die Wirtschaft ankurbeln, aber unter sich bleiben. Besonders nach der Oktoberrevolution änderte sich ihr Leben: Gottesdienste wurden nur noch heimlich gefeiert, viele von ihnen wurden deportiert, manche exekutiert.

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Die Unterdrückung endete mit dem Tod Stalins nicht und es begann eine Ausreisebewegung, bei der die Russlanddeutschen viel Erfahrung von Ausgrenzung und Anderssein mitbrachten.

Ein Beitrag von Dorothea Brummerloh.

Sendung: hr2-kultur, Camino, 07.06.2020, 11:30 Uhr.

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