Gerade zu Beginn der Pandemie haben viele Länder in Lateinamerika kopiert, was die reichen Länder in Europa vormachten. Aber nur weil eine Strategie in Deutschland funktioniert, funktioniert sie nicht auch in einem Land wie Guatemala, wo die Hälfte der Kinder unterernährt ist.

Die Welternährungsorganisation rechnet mit "Hungersnöten biblischen Ausmaßes". Angesichts des wirtschaftlichen Stillstands versuchen Kirchengemeinden in den Armenvierteln von Guatemala-Stadt mit Nahrungsmittelhilfen das Schlimmste zu vermeiden.

Aber es ist schwer zu helfen, wenn die Gewalt auf Grund des Hungers zunimmt. Zum Ende der Pandemie werden in Guatemala womöglich mehr Menschen an Hunger und Mord gestorben sein, als an COVID-19.

Ein Beitrag von Andreas Boueke.

Sendung: hr2-kultur, Camino, 14.06.2020, 11:30 Uhr.

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