Die Sonne schenkt Licht, ohne das es kein Leben geben würde. Verständlich, dass Menschen der Frühzeit – bis heute – der Sonne göttliche Eigenschaften zuschreiben.

Die Sonne schenkt Licht und Leben, kann aber auch mit gnadenloser Hitze den Tod bringen. Die antike Kultur huldigte der Sonne, indem sie ihr Sonnengötter zuordnete. Als die Christen die europäische Mittelmeerwelt eroberten, empfanden sie die Sonnenkulte als Konkurrenz und versuchten, deren religiöse Macht für sich selbst zu nutzen. Die Folgen sind u.a. die Terminierung des Weihnachtsfestes und die Feier des Johannistages. Im beliebten Kirchenlied „Sonne der Gerechtigkeit“ hat sich die Sonne Eingang in kirchliche Gesangbücher verschafft.

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Warum fasziniert Menschen die Sonne bis heute so sehr? Uwe Birnstein berichtet von seiner Spurensuche in der „Himmelsscheibe“ von Nebra, in der vatikanischen Totenstadt unter dem Petersdom und an den Externsteinen, wo bis heute Sonnenwendfeiern stattfinden.

Sendung: hr2-kultur, Camino, 21.06.2020, 11:30 Uhr.

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