Die internationale Gemeinschaft hat den "Krieg gegen die Wilderei" ausgerufen. Seitdem werden Afrikas Parkwächter zum Töten ausgebildet. Finanziert wird die Aufrüstung mit Spenden und westlicher Entwicklungshilfe. In den Dörfern um die Nationalparks nehmen Gewalttaten und Morde zu.

In Uganda werden sie von britischen Spezialeinheiten trainiert. In anderen Ländern sind es private Sicherheitsfirmen, die den Rangern beibringen, mit Nachtsichtgeräten und Scharfschützengewehren umzugehen.
In Afrikas Naturschutzpolitik vollzieht sich ein Paradigmenwechsel: Nationalparks werden zu Festungen ausgebaut, die von hochgerüsteten Parkwächtern mit modernsten Technologien verteidigt werden. In deren Umgebung häufen sich Berichte über Menschenrechtsverletzungen. Profiteure sind auch Rüstungskonzerne in Europa. Sie haben in den afrikanischen Naturreservaten einen neuen Absatzmarkt entdeckt.

Die Recherche wurde unterstützt durch ein Stipendium von Netzwerk Recherche und von der gemeinnützigen Olin GmbH.

DLF/WDR 2019

Sendung: hr2-kultur, Feature, 23.02.2020, 18:04 Uhr.

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