Lebende Tiere werden bei Transporten wie lebloses Frachtgut behandelt, klagen Tierschutzorganisationen. Ein Kälbertransport von Tschechien quer durch Deutschland nach Frankreich scheint das zu bestätigen. Die eingepferchten Tiere erhalten in vielen Fällen nicht die vorgeschriebenen Pausen, werden unzureichend getränkt und gefüttert. Noch dramatischer wird die Situation, wenn Schweine oder Rinder von Europa nach Usbekistan oder in arabische Länder transportiert werden. Die Lastwagen sind zum Teil mehr als 100 Stunden unterwegs.

Im ARD-Radiofeature "Frachtgut Tier" begleitet Autor Andreas Horchler Tiertransporte, fragt bei der Fleischwirtschaft nach, warum überhaupt Tiere lebendig transportiert werden, begleitet Nicht-Regierungsorganisationen bei ihren Bemühungen, Tiere zu schützen und fragt in Berlin im Landwirtschaftsministerium sowie in Brüssel bei der EU-Kommission nach, warum bislang alle Versuche, einen besseren Schutz der Tiere durchzusetzen, nur mäßig erfolgreich waren.

hr2 2022

Sendung: hr2-kultur, "Feature", 10.04.2022, 18:04 Uhr.