Als Max und Ruth Goldschmidt 1937 gezwungen wurden, Frankfurt am Main zu verlassen, war dies nicht nur eine ungeheuerliche Entrechtung, sondern auch ein folgenschwerer Verlust für die deutsche Industrie. Denn der 1902 geborene Goldschmidt zählte zu den führenden Automobilingenieuren und hielt mehrere wichtige Patente.

In seiner neuen Heimat England trug er wesentlich dazu bei, die britischen Kraftfahrzeuge zu modernisieren und unter anderem Panzer wüstentauglich zu machen.

Im Zweiten Weltkrieg sollten sie damit entscheidende Vorteile in Nordafrika gegen die deutschen Truppen haben. Helga Dierichs ist der Lebensgeschichte Goldschmidts nachgegangen und dokumentiert auch das entwürdigende Wiedergutmachungsverfahren nach dem Ende der NS-Diktatur.

Am 20. und 21. Mai werden in Frankfurt neue "Stolpersteine" verlegt. Sie sollen an jüdische Mitbürger erinnern, die in der NS-Zeit verfolgt wurden. Einer der Steine wird vor dem Haus in der  Leerbachstrasse 15 ins Pflaster eingelassen, dem Ort, wo Max und Ruth Goldschmidt in Frankfurt wohnten.

hr 2004

Sendung: hr2-kultur, "Feature", 16.05.2021, 18:04 Uhr.

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