Im Jahr 1932 stellte Kurt Tucholsky die noch immer aktuelle Frage: "Muss sich die Demokratie gefallen lassen, dass jemand ihre Meinungsfreiheit benutzt, um sie zu unterdrücken? Meiner Ansicht nach muss sie das nicht."

"Tritt ein für deines Herzens Meinung / Und fürchte nicht der Feinde Spott", forderte Theodor Fontane geradeheraus. Dabei unterschätzte er keineswegs das Risiko, dafür angefeindet oder angegriffen zu werden. Zu Meinung und Meinungsfreiheit existieren die unterschiedlichsten Lesarten und Beurteilungen, für ihre Gewährung oder ihre Einschränkung werden Gesetze und Verordnungen erlassen. Sie alle spiegeln das jeweilige Verständnis vom Menschen und von seiner Lebenswirklichkeit. Die "Geschichte der Meinungen wäre eigentlich der Schlüssel zur Tatengeschichte", schrieb Johann Gottfried Herder.

Meinungen bewegen die Welt. In einem demokratischen Staat muss Meinungsfreiheit gewährleistet sein. Besonders betroffen sind Kunst, Literatur und Medien, wenn sie an deren Ausübung gehindert werden. Dürfen aber der Meinungsfreiheit unter Umständen Grenzen gezogen werden?

Diesen und anderen Gedanken geht die Sendung in einem Überblick über die Geschichte der Meinung und der Meinungsfreiheit nach.

hr 2020

Sendung: hr2-kultur, "Feature", 03.10.2020, 14:04 Uhr.

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