Die Corona-Pandemie hat die Welt, wie wir sie kannten, aus den Angeln gehoben, wirtschaftlich, politisch, sozial. Und doch bietet jede Krise auch die Chance, Strukturen zu überdenken, aus Erlebtem zu lernen und neue Ansätze zu wagen. Das gilt auch in Bezug auf den Klimawandel, dem sich dieses Feature widmet.

Feature-Autor Egon Koch zeigt darin, wie sehr Wetterextreme wie Hitzewellen Kommunen, Industrie, Tiere, Pflanzen und Menschen unter Stress setzen. Selbst im wasserreichen Deutschland haben die Dürresommer der vergangenen drei Jahre ihre deutlichen Spuren hinterlassen. Künftig wird sich der Trend noch verstärken.

Eine Sandbank im Rhein, die durch die anhaltende Trockenheit entstanden ist.

Egon Koch besuchte ein großes Chemieunternehmen, das bei Niedrigwasser auf dem Rhein Probleme bekommt, seine Güter per Schiff zu transportieren. Er sprach mit Bauern, deren Ernte auf den Feldern verdorrt, mit Förstern, die gar nicht nachkommen mit dem Fällen abgestorbener Bäume, und er erkundigte sich in Hessischen Kommunen, wie die ihre Trinkwasserversorgung sicher stellen wollen und wie eine hochsommerliche Überwärmung vermieden werden kann. Frischluftschneisen sind nötig. Dennoch wird beispielsweise in Frankfurt in einer solchen Schneise ein neuer Stadtteil für viele tausend Menschen geplant.

Bund, Länder und Städte haben Anpassungsstrategien entworfen. Aber reicht aus, was getan wird? Diesen Fragen geht das Feature nach, das 2020 mit dem Hessischen Journalistenpreis ausgezeichnet wurde.

hr2-kultur 2019

Sendung: hr2-kultur, "Feature", 15.11.2020, 18:04 Uhr.

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