1937 veröffentliche George Orwell ein Buch, das in Großbritannien für große Aufruhr sorgte. Es hieß "Der Weg nach Wigan Pier", in ihm beschrieb Orwell die Armut im Norden Großbritanniens, die er zuvor in Armenhäusern und bei Bergmännern und ihren Familien erlebt hatte.

Als das Buch erschien, sorgte es vor allem in der Mittel- und Oberklasse Londons für Entsetzen: Sie hatten sich schlicht nicht vorstellen können, unter welchen Bedingungen ihre Mitbürger im Norden lebten.

Heute, gut 80 Jahre nach dem Erscheinen des Buches, hat sich an der von Orwell beschriebenen Lage manches geändert, doch während die City of London die mit riesigem Abstand reichste Region Europas ist, liegen neun der zehn ärmsten Regionen Nordwest-Europas immer noch im Norden Großbritanniens.

Wie sieht Armut dort heute aus? Welche Auswirkungen hat sie? Eine Reportage gesehen unter der Folie von "Der Weg nach Wigan Pier".

hr 2021

Sendung: hr2-kultur, "Feature", 07.02.2021, 18:04 Uhr.

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