Anfang September 2015: Die Aula der Kerschensteinerschule in Wiesbaden füllt sich mit jungen Geflüchteten. Zwölf Klassen sind eingerichtet worden, das InteA Programm mit dem Schwerpunkt Deutsch als Zweitsprache soll den jungen Leuten eine solide Basis für ihren Start in Deutschland bieten. InteA steht für "Integration durch Anschluss". 28 Stunden Deutsch und sprachnaher Unterricht pro Woche sind vorgesehen.

Die rund 200 Jugendlichen -zu zwei Dritteln junge Männer- tragen meist weiße Hemden oder T-Shirts, ihre Augen blicken erwartungsvoll auf die Lehrer*innen, die Klasse für Klasse aus der Aula mitnehmen in ihren jeweiligen Raum. Auch die Autorin dieses Features ist als Lehrerin dabei. Sie versammelt die Klasse Nr. 7 um sich, allesamt Sprachanfänger. Einige sprechen ein paar Brocken Englisch. Sie kommen aus Somalia, Eritrea, Syrien, Afghanistan und einer aus Bulgarien. Zwei sind Mädchen, alles andere Jungen, 16 oder 17 Jahre alt. 

Deutschnotizen eines syrischen Mädchens

Fünf Jahre später: Was ist aus dem "Zauber des Anfangs" in der hessischen Schulaula geworden? Die Autorin hat sich auf die Suche nach damaligen Schüler*innen gemacht und mit ihnen über deren Erfahrungen in Deutschland gesprochen.

hr 2021

Sendung: hr2-kultur, "Feature", 07.03.2021, 18:04 Uhr.

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