Frau sitzt vor Gemälde im Museum

Ob Galerist, Kunstmäzenin oder Fälscher – sie alle haben einen ganz eigenen Blick auf die Kunst. Im hr2-Doppelkopf sprechen prominente Akteure der Kunstszene darüber, was ihnen die Kunst bedeutet.

Maler Wolfgang Beltracchi – ein Urkundenfälscher

Der Maler Wolfgang Beltracchi ist als sogenannter Jahrhundert-Fälscher berühmt geworden. Fast 40 Jahre lang malte er in der Handschrift anderer Künstler, fälschte deren Unterschrift und verkaufte rund 300 Werke in Millionenhöhe.

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Wolfgang Beltracchi
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Wie kein anderer kann sich Wolfgang Beltracchi in Denken und Wirken der besten Maler aller Zeiten hinein fühlen. Nie kopierte er ihre Bilder, sondern malte neue, im Stil des Meisters, manchmal sogar besser. Beltracchi hat renommierte Experten, bedeutende Museen und große Auktionshäuser getäuscht und dadurch viel Peinliches über den Kunstmarkt entlarvt.

Nach seiner Haftstrafe malte er weiter; inzwischen versieht er die Werke mit seiner eigenen Unterschrift und lebt sehr gut davon. Er erzählt von seinem früheren und heutigen Leben, von Projekten und Plänen.

Kunsthistoriker Henry Keazor über die Geschichte der Kunstfälschung

Der Heidelberger Professor für Neuere und Neueste Kunstgeschichte, Henry Keazor, hat sich mit der Geschichte der Kunstfälschung beschäftigt.

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Henry Keazor
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Wenn das Wort "Kunstfälschung" fällt, denkt der Laie zunächst vielleicht an Wolfgang Beltracchi, den Fälscher-Hippie, der Museen und Kunstexperten mit seinen selbstgemalten Expressionisten hereingelegt hat.

Henry Keazor hat ein Buch geschrieben, das geeignet ist, jede naive Ehrfurcht gegenüber gewissen Museumsbeständen zu erschüttern. "Täuschend echt! Eine Geschichte der Kunstfälschung" führt ein in das labyrinthische Universum von Tätern, Mitwissern, Experten und bizarren Fälscherpersönlichkeiten. Er erzählt, wie und ob man die Echtheit von Kunstwerken erkennen kann.

Galerist Johann König über die Bedeutung von Kunst

Er ist nach einem Unfall, den er als Zwölfjähriger erlitt, sehr stark sehbehindert. Dennoch ist der Sohn des ehemaligen Rektors der Städelschule, Kurators und Museumsleiters Kasper König jetzt ein sehr erfolgreicher Galerist.

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Johann König
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Seine Berliner Galerie befindet sich in einer ehemaligen Kirche, Dependancen gibt es mittlerweile in London und Tokio. Wie ist eine solche Karriere möglich, wo Kunst nach landläufiger Meinung doch in erster Linie über die Augen wahrgenommen wird?

Wie kann Johann König als stark sehbehinderter Mensch Kunstwerke wahrnehmen, wie Künstler einschätzen, und was überhaupt bedeutet ihm Kunst?

Kunstsammler Frank Brabant über seine Sammlung

"Ich gebe doch meine Kinder nicht her", antwortet Frank Brabant auf die Frage, ob er jemals daran gedacht hätte, Bilder aus seiner Kunstsammlung zu verkaufen.

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Frank Brabant
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Als Flüchtling war Frank Brabant 1958 aus der DDR in den Westen gekommen. Durch Zufall landete er einige Jahre später in dem Kunstkabinett von Hanna Bekker vom Rath, wo er sein erstes Bild erwarb – ein Holzschnitt von Max Pechstein. Auf Raten, weil er über kaum Geldmittel verfügte.

Heute zählt seine Sammlung über 600 Werke und gehört zu den qualitätsvollsten in Deutschland. Experten schätzen seine Sammlung auf einen Wert zwischen 20 und 40 Millionen Euro. In seinem Nachlass verfügte der Kunstfreund, dass die Werke nach seinem Tod zwischen dem Museum Wiesbaden und dem Museum Schwerin aufgeteilt werden sollen.

Kunstmäzenin Sylvia von Metzler über ihre Arbeit im Museums-Verein

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Sylvia von Metzler
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Sylvia von Metzler ist eine zentrale Figur des sozialen und kulturellen Lebens der Stadt Frankfurt. Das ist sie, ohne darüber viel Aufhebens zu machen. Als Vorsitzende des Städelschen Museums-Vereins wirkt sie an entscheidender Stelle mit bei Pflege und Ausbau einer der bedeutendsten Kunstsammlungen der Republik.

Sie erzählt, wie sie schon als Schülerin die Kunst für sich entdeckte, erhellt die Hintergründe ihrer Arbeit im Museums-Verein und erläuterte, welche Bedeutung sie ihrer Rolle als Gastgeberin großer Feste beimisst.

Sendung: hr2-kultur, Doppelkopf, 3.-7.8.20, 12:05 Uhr

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