Das Quintett Der Weise Panda ist ein wichtiger Teil der jungen, innovativen und stilistisch offenen deutschen Szene, für die der Begriff "Jazz" zwar ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt ist, keineswegs aber allein selig machend und schon gar nicht einengend sein soll.

"Müde vor Kraft und vor Schönheit entstellt
Möcht ich doch nur in deinen Armen sein
Fühlen was ich nicht erkennen kann
Meines Körpers Horizont".

Haben Sie schon einen treffenderen und vor allem poetischeren Text über das heikle Thema Pubertät gelesen oder gehört, als diesen hier von der Gruppe Der Weise Panda um Sängerin Maika Küsters?

Um 1940 herum entstanden ist "M'aggia curà" eines der beliebtesten Lieder des neapolitanischen Macchietta- Genres, einer Art komödiantischem Monolog mit musikalischen Einlagen - hier in der Performance von Nando Citarella, der selbst freilich zu spät geboren ist, um noch Teil dieser inzwischen verschwundenen Praxis im italienischen Theater gewesen zu sein.

Wenn Aeham Ahmad, der syrisch-palästinensische Flüchtling, singt, wird aus dem "Tiefen Wasser", das die beiden Königskinder in der alten Volksballade trennt, schnell der tiefe Graben des Mittelmeers, der die Herkunftsländer der Flüchtenden vom verheißungsvollen Europa trennt.
Ahmad, vor ein paar Jahren bekannt geworden als der "Pianist in den Trümmern von Jarmuk", lebt inzwischen mit Familie in Deutschland und hat mit dem Kasseler Jazzpianisten Edgar Knecht und dessen Band diese Aufnahmen gemacht.

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zum Download Playlist Hörbar 31.07.2021 | Der Weise Panda, Nando Citarella und Aeham Ahmad

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Die "Hörbar"-Sendungen der vergangen Woche können Sie hier nachhören.

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Sendung: hr2-kultur, "Hörbar", 31.07.2021, 13:04 Uhr.

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