1942, abends in Lissabon: Ein Mann steht am Hafen und starrt auf das Schiff, das ihn und seine Frau Ruth am nächsten Morgen in die Freiheit bringen könnte, nach Amerika. Aber es gibt keine Rettung für ihn: Er hat keine Tickets und keine Pässe.

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Sendetermin Teil 2

Sonntag, 13.09.2020

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Nach der Sendung finden Sie das Hörspiel hier im Podcast-Channel "Hörspiele".

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Da trifft er einen Mann, der ihm alle notwendigen Papiere überlassen will – unter einer Bedingung: Er soll sich in der folgenden Nacht seine Geschichte anhören. Die beiden ziehen durch das nächtliche Lissabon und der Mann, er nennt sich Schwarz, erzählt seine Geschichte: In Nazideutschland, vom eigenen Schwager denunziert, gerät er in Haft, wird entlassen und es gelingt ihm die Flucht. Doch weil er ohne seine Frau Helen nicht leben will, kehrt er heimlich zurück nach Deutschland, und das Ehepaar beschließt, gemeinsam zu fliehen. Es beginnt eine Odyssee durch Kriegs-Europa, immer auf der Flucht vor Verhaftung und Internierung und auf der Flucht vor dem Schwager, der alles daran setzt, seine Schwester Helen zurückzuholen. Was Schwarz nicht weiß: Helen ist unheilbar an Krebs erkrankt und verheimlicht es ihm lange Zeit, um die Flucht nicht zu gefährden. "Die Nacht von Lissabon", erschienen 1962, wurde Remarques letzte Veröffentlichung und bildet einen Schlüsselroman für sein Werk: sowohl die tragisch endende Liebesgeschichte, die er zuvor in verschiedenen Romanen immer wieder aufgegriffen hatte, als auch in der Auseinandersetzung mit Deutschland.

Mit Maximilian Simonischek, Max von Pufendorf, Holger Kraft, Christian Hockenbrink u. v. a.

Hörspielbearbeitung & Regie: Silke Hildebrandt

Musik: Julia Klomfaß, Magdalena Graça

RB/WDR 2019

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Erich Maria Remarque

(1898–1970) machte zunächst eine Ausbildung zum Volksschullehrer. 1916 wurde er als Reserverekrut zum 1. Weltkrieg eingezogen und kam 1917 an die Westfront. Als 1928 "Im Westen nichts neues" erschien, wurde Remarque fast schlagartig weltberühmt. Bereits 1930 wurde der Roman in Hollywood verfilmt. Ab 1932 lebte er vorwiegend in der Schweiz, um nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten endgültig dorthin zu emigrieren. Auch nach dem Krieg kehrte er nur noch sporadisch nach Deutschland zurück.

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Sendung: hr2-kultur, Hörspiel, 06.09.2020, 14:04 Uhr.

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