Ende Juli 1945 – Klara ist unter den letzten heimkehrenden Überlebenden aus Auschwitz – beginnt Angelika ein Tagebuch, um festzuhalten, wie sie die Freundin, eine aus Frankreich deportierte Deutsche, nach der Rückkehr erlebt.

Sie notiert, was Klara sagt, rekonstruiert das Bild ihrer Erinnerung an die Freundin und versucht, es in Beziehung zu jenem fremden Wesen zu setzen, das da zurückgekehrt ist und sich zugleich weigert, zurückzukehren. Klara will ihre kleine Tochter nicht sehen, sie will keine Freunde treffen, ihre Wohnung nicht wieder in Besitz nehmen. Sie scheint nur gekommen zu sein, um ihre Spuren zu verwischen und ihr endgültiges Verschwinden vorzubereiten.
"Klaras Nein" ist die fiktive Geschichte einer Verweigerung und berichtet schonungslos und ohne zu rechtfertigen vom inneren Prozess der Wandlung einer Überlebenden.

Mit Ulrike Grote, Sophie Rois und Ulrich Matthes.

Aus dem Französischen von Grete Osterwald

Musik: Peter Zwetkoff

Hörspielbearbeitung & Regie: Ulrich Lampen

hr/SWR 2006

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Soazig Aaron, geboren 1949 in Rennes, arbeitete einige Jahre in einer Pariser Buchhandlung und lebt heute in der Bretagne. "Klaras Nein", 2003 auf Deutsch erschienen, ist ihr erstes Buch, für das sie sowohl in Frankreich als auch in Deutschland mehrfach ausgezeichnet wurde.

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Sendung: hr2-kultur, Hörspiel, 26.01.2020, 14:04 Uhr.

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