Paolo Levi, der vor allem Filmdrehbücher schrieb, schildert in seinem Hörspiel "Station im Nebel" den Augenblick einer Lebensentscheidung. Mario verabschiedet sich von seiner Geliebten am Bahnhof, um nach Rom zu fahren. Der junge Architekt will dort ein letztes Examen ablegen. Der Zug hat Verspätung, die Geliebte misstraut ihm, sie glaubt, dass er sich davonstehlen wird.

Aber Mario lässt sich nicht beirren und wartet schließlich alleine auf dem dunklen menschenleeren Bahnsteig. Plötzlich tauchen fremde Gestalten aus dem Nebel auf, ein Landstreicher, ein Millionär, ein Handlungsreisender. Sie alle verwickeln den jungen Mann in Gespräche und beginnen, ihre eigene Geschichte zu erzählen. Jede dieser beinahe unwirklichen Gestalten hat vor Jahren, genauso wie Mario, auch einmal auf einem Bahnhof gestanden, um ins Leben hinauszufahren. Und jeder der drei hat eine andere Richtung eingeschlagen. Mario erkennt, dass dieser kleine Bahnhof eine Drehscheibe seines Lebens ist. Hier muss er sich entscheiden, welche Richtung er selber einschlagen will.

Mit Edith Heerdegen, Wolfgang Kieling, Klaus Höhne, Walter Bluhm, Hans Mahnke u.v.a.

Aus dem Italienischen von Percy Eckstein

Regie: Cläre Schimmel

SDR/hr 1959

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Paolo Levi (1919–1989)

war ein italienischer Dramatiker und Drehbuchautor. Nach Anfängen als Romancier wurde er zunächst vor allem als Hörspiel- und Theaterautor bekannt. Levi schrieb im Zeitraum von etwa dreißig Jahren - von Beginn der 1950er bis in die 1980er Jahre - etwa 25 Filmdrehbücher, darunter vor allem Komödien und Krimis.

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Nach der Sendung finden Sie das Hörspiel in der ARD-Audiothek und hier im Podcast-Channel "Hörspiele".

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Sendung: hr2-kultur, "Hörspiel", 29.11.2020, 22:00 Uhr.

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