Es ist das Jahr 519 vor Christi Geburt, da erblickt ein Junge das Licht der Welt, dessen Namen man noch Jahrtausende später kennen wird: Xerxes. Eine Menge Dinge zeichnen ihn aus: seine Taten, seine Untaten und der Umstand, dass man die Namen vieler Frauen aus seinem Umfeld kennt.

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bis 28.2.2023 auf hr2.de und ARD Audiothek

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Eine Archäologin gräbt aus und erzählt dabei, wirft von Xerxes’ Leben einen Stein übers Wasser zu anderen Leben, lässt ihn durch die Zeit springen, der Gegenwart entgegen: von Jesus’ Kreuzigung zum apokalyptischen Pestausbruch von 1347, von der Entdeckung Amerikas bis zur Verbannung der Frauen aus Kirchenchören.
Diese Verbannung ist es, der Hoden abertausender Knaben zum Opfer fallen. Fortan dürfen die Stimmen der Soprankastraten in keiner Oper mehr fehlen, so auch nicht in jener mit dem Titel "Xerxes" von Georg Friedrich Händel, dessen Arie "Ombra mai fu" an der Schwelle zum 20. Jahrhundert Radiogeschichte geschrieben hat. Dazu die Autorin: "Das Stück entstand durch Zufall: Eine Freundin von mir ist Mezzosopranistin und vor vielen Jahren sprachen wir über Händels Xerxes und die seltsame Aufführungspraxis jener Zeit, keine Frauen auf der Bühne zu dulden. Für mich wurden Kastratentenöre ein großartiges Beispiel dafür, warum Feminismus für alle Menschen wichtig ist: Wenn Frauen singen dürfen, muss man nämlich keine Jungs entmannen."

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Magda Woitzuck,

geboren 1983 in Wien, schreibt Hörspiele und Prosa. Zuletzt erschien das Hörspiel "Über allem war Licht" (SWR/SRF 2021), eine Bearbeitung ihres gleichnamigen Romans. Für das Hörspiel "Die Schuhe der Braut" wurde sie mit dem Deutschen Hörspielpreis der ARD 2018 ausgezeichnet.

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Komposition & Regie: Peter Kaizar
hr/ORF 2021 | ca. 85 Min. | Hörspielpremiere

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Sendung: hr2-kultur, "Hörspiel", 29.08.2021, 16:04 Uhr.

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