Es hätte so einfach sein können: Anne Elliot und Frederick Wentworth verlieben sich in jungen Jahren ineinander und wollen heiraten. Doch im England des beginnenden 19. Jahrhunderts ist es für die Tochter eines Baronet nicht standesgemäß, einen mittellosen Marineoffizier ohne besondere Herkunft zu ehelichen. Anne lässt sich von Lady Russel, einer Freundin ihrer verstorbenen Mutter, dazu überreden, den Heiratsantrag auszuschlagen. Wentworth fährt zur See.

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Nach der Sendung finden Sie das Hörspiel in der ARD-Audiothek und hier im Podcast-Channel "Hörspiele".

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Acht Jahre später: Hier beginnt Jane Austens Roman. Was ist aus den Herzenswünschen der Geliebten geworden? Jane Austen erzählt aus der Perspektive der gereiften Anne. Sie karikiert den alten Landadel, der sich in seinen Konventionen eingerichtet hat. Mit feiner Ironie zeichnet sie den Umbruch einer Gesellschaftsordnung nach dem Ende der Napoleonischen Kriege, aus denen England als reiche Seemacht siegreich hervorging.
Die Inszenierung des Hörspiels bezieht diese Hintergründe mit ein, in dem sie ab und an eine nicht immer respektvolle Kommentatorin zu Wort kommen lässt. Der Fokus aber liegt auf der Innenperspektive der Protagonistin Anne, die ihr Bangen und Hoffen, ihre Projektionen und ehrliche Selbstbefragung in Zwiesprache mit der Autorenstimme offenlegt. Ihre erlebte Rede gibt den Blick frei auf das Innenleben einer eigenständigen jungen Frau, und lässt Anne Elliot so als eine moderne Figur erscheinen.

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Rollen und Sprecher*innen:
Jane Austen | Sascha Icks
Anne Elliot | Mala Emde
Frederick Wentworth | Mirco Kreibich
Lady Russell | Jenny Schily
Mary Musgrave | Pippa Galli
Charles Musgrove | Torsten Flassig
Sir Walter Elliot | Wolfram Koch
Admiral Croft | Wanja Mues
Kapitän Harville | Daniel Friedl
Mr. Elliot | André Kaczmarczyk
Mrs. Smith | Katharina Bach
Kommentar & Gesang | Heidi Heidelberg

Aus dem Englischen von Ursula & Christian Grawe
Musik: Peter Ehwald
Hörspielbearbeitung & Regie: Christine Nagel

hr 2020 | Hörspielpremiere

Jane Austen
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Jane Austen

(1775–1817) stammt aus einer großen Pfarrersfamilie des ländlichen England, sie ist das siebte von acht Kindern. Die Familie ist gebildet und belesen, sodass die junge Jane für die damalige Zeit als Mädchen eine relativ umfassende Ausbildung genießt. Sie beginnt früh zu schreiben, bereits im Teenageralter verfasst sie satirische Prosa, Kurzromane und Theaterstücke. „Überredung“ (Persuasion) ist Austens letzter vollständiger Roman. Er wurde zwischen August 1815 und August 1816 verfasst, allerdings erst 1818 posthum veröffentlicht.

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Christine Nagel

inszeniert und schreibt seit 1996 Hörspiele und Features für die ARD und den Deutschlandfunk. Studium der Sprachwissenschaften, Geschichte und Politik in Gießen. Choreografie-Studium in London. 2014 entstand der Kino-Dokumentarfilm „Wo ich wohne. Ein Film für Ilse Aichinger“.

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Sendung: hr2-kultur, "Hörspiel", 05.04.2021, 14:04 Uhr.

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