Fürst Myschkin, letzter Spross seiner Familie, kehrt nach langem Aufenthalt in einer Schweizer Heilanstalt nach Russland zurück. Schon im Zugabteil lernt er den Kaufmann Rogoschin kennen, der von seiner Leidenschaft zu Natascha Filippovna erzählt. Wenig später steht Myschkin der jungen Aglaja gegenüber.

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bis 13.11.2022 auf hr2.de und ARD Audiothek

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Zwei Empfindungen bestimmen von nun an sein Verhalten: Die Liebe zu Aglaja und das Mitleid mit Natascha, in der er als einziger nicht die Frau mit zweifelhaftem Ruf sieht. Der konsequente Versuch, das Prinzip Nächstenliebe zu verteidigen, stürzt Myschkin in immer heillosere Konflikte. Er wird für die Mitmenschen zum Idioten, den man erneut hinter die Mauern eines Sanatoriums sperren muss.

»Fürst Christus« nennt Dostojewski in einer Tagebuchnotiz seinen Helden. An anderer Stelle notiert er: »Der Hauptgedanke des Romans ist die Darstellung des im positiven Sinne schönen Menschen.«

Mit Xenia Hagmann, Christa Keller, René Deltgen, Erik Schuman u.a.

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Fjodor Michailowitsch Dostojewski,

geboren am 11.11.1821 in Moskau, gestorben 1881 in St. Petersburg, zählt zu den bedeutendsten russischen Schriftstellern. Er schrieb neun Romane, zahlreiche Novellen und Erzählungen sowie eine umfangreiche Anzahl nichtfiktionaler Texte. In seinem Werk beleuchtete er die politischen und sozialen Verhältnisse des sich im Umbruch befindenden Zarenreiches. Zentraler Gegenstand seiner Werke ist die menschliche Seele, der er mit den Mitteln der Literatur nachspürt und dabei die existentiellen Fragen nach Mensch und Gott sowie Gut und Böse stellt.

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Hörspielbearbeitung: Henri Regnier
Musik: Winfried Zillig
Regie: Theodor Steiner
hr 1953 | je 72 Min.

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Sendung: hr2-kultur, "Hörspiel", 14.11.2021, 22:00 Uhr.

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